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Die Antwort der VDAS war von Anbeginn ( und ist es noch heute ), in dreifacher Hinsicht dieser verhängnisvollen Entwicklung entgegenzuwirken :
Erstens durch Ö f f e n t l i c h k e i t s -a r b e i t die Menschen aufzuklären, Mißstände auch im lokalen Bereich anzuprangern, Forderungen zu artikulieren. Das geschieht in öffentlichen Veranstaltungen, durch Medienarbeit, durch Petitionen und sonstigen Schriftverkehr mit Politikern, Behörden und Parlamenten.
Zweitens durch E i n z e l f a l l h i l f e . Sobald Menschen sich an uns wenden, die Opfer rechtswidriger oder unmenschlichen Handlungen von Behörden geworden sind, haben wir uns häufig eingeschaltet, entsprechend den Erfordernissen Schritte unternommen, z.B. Interventionen bei den Behörden bis hin zu Vermittlung von Rechtshilfe und Zuschüssen für Prozessführung im Rahmen unseres Rechtshilfe- und Sozialfonds.
Drittens durch M i t a r b e i t in Arbeitskreisen, sonstigen Gremien und Verbänden. Als Beispiele seien nur genannt : der von uns initiierte und mit gegründete Arbeitskreis Asyl Rüsselsheim und die Europäische Koordination für das Recht aller Ausländer auf Familienleben in Brüssel. Die VDAS ist Mitglied von PRO ASYL und des Stadtverbands der ausländischen Vereine in Rüsselsheim.
Ausserdem haben wir im lokalen Bereich massgeblich die Gründung eines von der ausländischen Bevölkerung demokratisch gewählten A u s l ä n d e r b e i r a t s gefördert und dieses Gremium in den folgenden 20 Jahren unterstützend begleitet. Die Bildung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte auf Hessen - Ebene ist in einer unserer Veranstaltungen am 13.10. 1983 vorbereitet und der Öffentlichkeit angekündigt worden.
Öffentlichkeitsarbeit.
Die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, die Mitwirkung bei Demonstrationen und die Abgabe von Presseerklärungen sind auch in unserem Fall die häufigsten Mittel, sich Gehör zu verschaffen und einen grösseren Teil des Publikums zu erreichen. In den öffentlichen Veranstaltungen werden kommunalpolitische Themen ebenso behandelt wie landes- und bundespolitische. Die Forderung nach einem Interkulturellen Zentrum in der Innenstadt, nach einer Verbesserung der Infrastruktur bestimmter Stadtteile, wie der Alzeyerstraße, nach einer Aufnahme der Partnerschaft mit einer Stadt aus den Herkunftsländern der in Rüsselsheim lebenden Einwanderer usw. sind thematisiert worden. Einen besonderen Raum nimmt die Beschäftigung mit der rechtlichen und sozialen Situation der Ausländer und Ausländerinnen ein; dabei spielt die Information über die ständigen Änderungen, die in den seltensten Fällen Verbesserungen, meistens aber katastrophale Verschlechterungen mit sich brachten.
„Ausländergesetze und Menschenrechte“, „Protest gegen die Einführung des Kindervisums“, „Gegen staatlich verordnete Unmenschlichkeit“, „Verschiedene Menschen, gleiche Würde auch in Rüsselsheim?“, „Ausser Kontrolle!“ ( zum sogenannten „Zuwanderungsgesetz“ ), so lauteten unter anderem die Titel unserer Veranstaltungen in diesem Bereich. Wir kümmern uns aber auch um die besonders von Krieg und Unterdrückung betroffenen Heimatregionen vieler Einwohner von Rüsselsheim, zum Beispiel um Kurdistan, welches immer noch nicht einmal ein Mindestmass an Selbstbestimmung erreicht hat oder um Jugoslawien, Opfer eines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der NATO im Jahre 1999. „Frieden für Kurdistan“, „Türkei und Kurdistan“, „Kurdistan, ein Kosovo zweiter Klasse ?“ „Hilfe für die Menschen in Jugoslawien“ waren 1997,98,99 und 2000 unter anderen die Veranstaltungen.
„Staatliches Unrecht im Visier“ war die Bezeichnung einer Gedenkveranstaltung für den 1995 verstorbenen Rechtsanwalt Dr. Hans Heinz Heldmann, den engagiertesten und kundigsten Ausländerrechtsanwalt seiner Zeit - unser Freund, Vorbild und Lehrer. „Um an die Quelle zu kommen, muß man gegen den Strom schwimmen“ war das Motto einer weiteren Veranstaltung zu Ehren eines anderen Freundes und eines der Sprecher der VDAS : Armin Helm, Lehrer an der IGS Mainspitze, Schriftsteller und Heimatforscher, gestorben im Jahre 2001.
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